Am 31. Juli um 19.00 Uhr erklärte Deutschland sich im Kriegszustand. Sämtliche öffentlichen Machtbefugnisse gingen an das Militär über, und zahlreiche bürgerliche Freiheitsrechte wurden auβer Kraft gesetzt. In Nordschleswig wurden sofort ca. 300 Personen verhaftet, die als gefährlich für die Sicherheit des Staates angesehen wurden. Dies waren vor allem Dänischgesinnte und Sozialdemokraten, aber auch Seefahrtskundige. Sie wurden für zwei Monate inhaftiert allein auf  Grund des Verdachts, dass sie staatsfeindliche Umtriebe ausüben würden. Dies weckte Zorn und Bitterkeit bei vielen.

Am 1. August kam der Mobilmachungsbefehl: Alle Kriegstauglichen im Alter von 18 bis 45 sollten sich in den Kasernen einfinden. Der Krieg war vorauszusehen gewesen, deshalb hatten die Behörden alles gut vorbereitet. Entflammt von Vaterlandsliebe und Abenteuerlust zogen die deutschgesinnten Nordschleswiger in den Krieg. Sie waren überzeugt, dass der Krieg kurz, heroisch  und siegreich verlaufen würde. Für viele Dänischgesinnte war es schwer, für ein Land in den Krieg zu ziehen, dem sie nicht den Sieg wünschten.