In den Jahren vor 1914 war Europa von zwei Groβmacht-Alliancen geprägt: Die Zentralmächte waren Deutschland und Österreich-Ungarn mit ihren Verbündeten, während die Ententemächte aus Frankreich, Russland und Groβbritannien mit ihren Alliierten bestanden. Die meisten kleinen Staaten wie Dänemark standen auβerhalb dieser Alliancen.

Europa war von einem agressiven Nationalismus geprägt, von Unruhen auf dem Balkan und fehlendem Verhandlungswillen der Groβmächte. Die deutsche Regierung hielt einen Krieg für unvermeidlich, wenn die auβenpolitischen Interessen und die innere Stabilität des Landes gewahrt werden sollten.

Der Weltkrieg wurde durch den Mord eines serbischen Nationalisten an dem österreichisch-ungarischen Thronfolger am 28. Juni 1914 in Sarajewo ausgelöst. Österreich-Ungarn stellte umgehend – mit Unterstützung von Deutschland – ultimative Forderungen an Serbien, die nicht alle erfüllt wurden. Daraufhin sandte Österreich-Ungarn am 28. Juli eine Kriegserklärung an Serbien. Russland hatte die Sicherheit Serbiens garantiert und begann sofort mit der Mobilmachung. Dies verursachte eine Kettenreaktion – ein europäischer Groβkrieg nahm seinen Anfang.