Die Lebensbedingungen der Frauen änderten sich während des Krieges in entscheidender Weise. Frauen mussten in Landwirtschaft, Handwerk und Industrie, in Büros und Geschäften die Arbeit der Männer übernehmen. Viele Soldaten waren Versorger einer Familie, und ihre Frauen standen nun alleine mit der Verantwortung für den Haushalt, das tägliche Brot und die Erziehung der Kinder, mitunter auch mit der Verantwortung für einen gemeinsamen Betrieb. In der Heimat lebten alle in ständiger Angst um das Schicksal ihrer Männer, Söhne und Brüder an der Front.

Von 1915 an wurde der Mangel an Lebensmitteln spürbar, und Rationierungen wurden eingeführt. Die Behörden versuchten, die begrenzten Vorräte sozial gerecht zu verteilen; sie ordneten Höchstpreise für die wichtigsten Nahrungsmittel an und richteten Volksküchen ein für die Speisung von Kindern und Alten aus armen Familien. Sowohl Bürger als auch private Organisationen wie z.B. “Landboforening for Nordslesvig” bildeten Komitees, die versuchten, die schlimmste Not zu lindern. Bei dieser groβen Hilfsaktion machte man keinen Unterschied zwischen dänisch und deutsch.