Von den neu errichteten Anlagen waren zwei von besonderer Bedeutung und Gröβe. 1915 wurde bei Tondern ein Luftschiffhafen angelegt – mit einem Flugzeughangar und zwei Hallen für Zeppeline, die besonders für Spionageflüge über England eingesetzt wurden. Die Anlage wurde später mit einer weiteren Halle für zwei Zeppeline ausgebaut, 243 m lang und 73 m breit, und hatte nun eine Besatzung von 500 Mann. Im Juli 1918 wurde der Luftschiffhafen von englischen Flugzeugen zerbombt und kam nicht wieder in Betrieb.

1916 wurde quer durch Nordschleswig – vom Wattenmeer im Westen bis zum Kleinen Belt im Osten – ein Verteidigungswall angelegt, die Sicherungsstellung Nord. Die Anlage sollte eine eventuelle englische Truppenlandung bei Esbjerg im neutralen Dänemark und die Invasion nach Deutschland von Norden verhindern. Die Sicherungsstellung Nord war eine äuβerst starke Befestigungsanlage, bestehend aus zwei Ketten von Schützengräben mit über 800 Betonkonstruktionen. Sie war mit Straβen, Betonbrücken, militärischen Eisenbahnen sowie Signal- und Radiostationen ausgebaut. Bis zum Ende des Krieges war sie bemannt, kam aber nie zum Einsatz.