Begeisterter Patriotismus und kriegerischer Optimismus prägten die ersten Kriegsjahre. Bei Kriegsausbruch waren die Pressefreiheit aufgehoben und die Zensur eingeführt worden. Die deutschen Zeitungen betonten den Zusammenhalt der Nation. Die dänischsprachigen Zeitungen erhielten den Befehl, Ausdrücke wie ”unser Kaiser” und ”unser Heer” zu verwenden, und kleine Verstöβe führten zu wochenlanger Schlieβung.

Der Krieg forderte enorme Summen, die weit gröβer waren als die Einnahmen des Staates. Deshalb war es notwendig, Kriegsanleihen im Inland aufzunehmen. Der Appell an den Opferwillen des deutschen Volkes war daher wiederholtes Thema in allen Kriegsjahren. Heldenverehrung und die Hervorhebung der errungenen Siege sollten den nationalen Zusammenhalt stärken, sodass das Volk leichter zu Opfern und zu Kriegsanleihen bereit war. Aber dies gelang nur in bescheidenem Maβe. Die Dänischgesinnten fühlten keinen Drang, den Krieg zu unterstützen, und sie glaubten auch nicht, dass die Anleihen in ihrem vollen Wert zurückgezahlt werden würden. Diese Skepsis erwies sich als wohl begründet.